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Dorntherapie für Pferde

Dorntherapie für Pferde

Dornmethode für Pferde

„Verkompliziert die Dornmethode nicht, sie ist ganz einfach! Sie basiert darauf, das Skelett wieder in eine optimale Statik zu bringen, dann werden sich alle Strukturen drum herum auch in Statik bringen, denn sie sind alle am Skelett befestigt!“ (Dieter Dorn)

 

Wer hat die Dorntherapie entwickelt?

Den Namen hat die Methode von Dieter Dorn (1938 – 2011), einem Sägewerkbesitzer und Landwirt im Allgäu. 1973 ließ er sich vom Bauern Josef Müller aus dem Nachbarort wegen eines Hexenschusses „behandeln“. Obwohl Josef Müller keine medizinische Ausbildung hatte, verschwanden die Rückschmerzen schnell. Erstaunt und neugierig begann Dieter Dorn nachzuforschen und seine eigene Methode zu entwickeln.

Erste Erfahrungen mit praktischen Anwendungen sammelte er bei der Behandlung seiner Frau, die schon lange unter Kopfschmerzen litt. Weiter ging es bei seiner Nachbarin, die stark schmerzende Beine hatte. Die Ursachen für die Beschwerden fand er immer in Wirbelsäulenverschiebungen oder fehl-positionierten Wirbeln – wie bei seinem Hexenschuss auch.

 

Wie funktioniert die Dornmethode?

Darin sind Mensch und Landwirbeltiere, die ein Knochenskelett haben, gleich: Bei einem Beckenschiefstand wird der Wirbelsäulenverlauf verändert und führt zu einer Beinlängendifferenz. Werden Becken, Wirbel und Gelenke in ihre korrekte Position zurückgeführt, verschwinden die Schmerzen. Sind die Rückenwirbel korrekt ausgerichtet, haben auch die zwischen jeweils 2 Wirbeln austretenden Spinalnerven wieder maximal Platz und können ihre Organe vollumfänglich versorgen.

 

Was macht die Dorntherapie so besonders?

Die Dornmethode ist die einzige manuelle Therapie, welche die Beinlängendifferenz berücksichtigt.

Sie ist weitgehend schmerzfrei. Natürlich ist das Wirbeleinrichten manchmal unangenehm, bleibt dennoch immer unter der Schmerzschwelle des Pferdes.

Diese sanfte Methode verwendet zum Einrichten von Wirbeln und Korrigieren von Gelenken keine schnellen, abrupten Bewegungen oder Hebelwirkungen. Daher werden Bänder und Sehnen nicht strapaziert, sondern sind so weit als möglich entspannt.

Mit gezieltem, langsam gesteigerten Druck auf Skelettstrukturen bei lockerer Eigenbewegung des Pferdes wird auf sanfte Weise dennoch ein größtmöglichen positiver Effekt auf den Gesamtorganismus (Bewegungsapparates, Organe und Psyche) erzielt!

 

Wie sieht eine Behandlung aus? Und wie lange dauert sie?

Am Beginn steht ein Gespräch mit dem Besitzer über einen typischen Tagesablauf des Pferdes, die aktuelle Haltung, das Fütterungsregime, Vorerkrankungen; und natürlich über den Grund, dass ich eingeladen wurde zu kommen.

Dann schaue ich mir den Gesamtzustand des Pferdes an: im Stand, im Gang und mittels Tastbefund.

Erst dann gehe ich zur eigentlichen Behandlung über: Es werden immer alle (!) Gelenke von hinten nach vorne und die Beine von oben nach unten durchgearbeitet. Also beginnend mit dem Becken werden zuerst die Gelenke der Hinterhand (Hüfte, Knie, Sprung- und Fesselgelenk incl. Zehenzug); dann geht es weiter mit der Vorderhand (Schulter-, Ellbogen-, Karpalgelenk-, Fesselgelenk incl. Zehenzug) bis hin zum Genick. Wichtig sind natürlich auch Kiefergelenk und Zungenbein. Und letztlich geht es Wirbel für Wirbel (incl. Sternum und 1. Rippe) entlang der Hals- und Rückenwirbelsäule bis zum letzten Lendenwirbel.

Um die Schutzspannung der Muskulatur zu reduzieren, pendeln Menschen bei der Behandlung ihre Arme und Beine entspannt und locker. Das machen Pferde  diese aktive Bewegung leider nicht von selbst. Daher bitte ich den Besitzer oder einen Helfer, ein Bein passiv, aber entspannt und locker zu pendeln.

Je nach Befund, Kooperation des Pferdes (Ist es nervös? … ängstlich? …. gelassen?) und Fragen des Besitzers dauert die erste Behandlung 90 – 120 Minuten, Folgebehandlungen um die 60 Minuten.

 

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Schon die Erstbehandlung erzielt oft beeindruckende Ergebnisse. Dennoch ist auf jeden Fall eine Folgebehandlung nach 10 -14 Tagen nötig. Die Notwendigkeit weiterer Behandlungen danach hängt dann von verschiedenen Faktoren ab. Z.B. von der Schwere des Befundes, wie lange der Schiefstand schon lange besteht, von den Aufgaben des Pferdes, usw. Als Richtlinie empfiehlt sich bei

a) Freizeitpferden: 1 – 2 pro Jahr routinemäßig alles wieder „geradezurücken“. Dies dient vor allem dem Wohlbefinden und der möglichst langen Gesunderhaltung des Pferdes

b) Sportpferden: regelmäßige Dorn-Behandlung. Je nach Sportart kann wöchentliche Behandlung nötig sein. Für Athleten sind diese Behandlungen besonders förderlich, denn wenn das Skelett stabil und korrekt ausbalancierten ist, die Gelenke frei beweglich sind kann das Pferd sein wahres Können zeigen.

c) Jungpferden in der Ausbildung: regelmäßige Dorn-Behandlung parallel zum Training und zur Ausbildung. Dies hilft der Steigerung von Kraft und Ausdauer sowie der Gesunderhaltung des Pferdes. Und verhindert dadurch Leistungsschwächen, strukturelle Ermüdungserscheinungen und Verweigerung.

 

Wann sollte die Dornmethode angewendet werden?

Gerade bei Sportpferden und Jungpferden als Mobilisiationstraining und Prophylaxe

Ansonsten z.B bei:

  • Auffälligen Körperhaltungen wie Schweifklemmen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Geburten
  • Häufigem Stolpern
  • Kurztrittigkeit
  • Muskelverspannungen
  • Rittigkeitsproblemen
  • Rückenempfindlichkeiten
  • Schonhaltungen
  • Sprungverweigerung
  • Tacktunreinheiten
  • Verwerfen
  • Widersetzlichkeit
  • Wiederherstellung nach OPs / verheilten Verletzungen
  • …..

 

Gibt es Kontraidikationen?

  • Entzündungen
  • Fieber
  • Verdacht auf Frakturen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Trächtigkeit

=> Unbedingt zuerst den Tierarzt konsultieren!

Die Dornmethode für Pferde durfte in bei Simone Quaeck in der Akademie für Dornmethode und Tierheilkunde erlernen.

Dornmethode für Pferde
Muskel Relaxation, Motion & Psychosomatik

Muskel Relaxation, Motion & Psychosomatik

Mobility & Psychosomatik Pferde
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Mobilität, Muskel Relaxation & Psychosomatik

Ob Leistungssport oder Freizeit, ob Dressur-, Western,- oder Springreiten, immer muss die Gesundheit des Pferdes oberste Priorität haben – und das ist Ziel der Performance Massage. Damit ein Pferd sein maximales Leistungspotenzial abrufen kann, Freude an Bewegung und Mitarbeit hat, benötigt es einen gesunden, belastbaren Körper. Verkürzte und verspannte Muskeln sind für sich genommen schon schmerzhaft. Sie schränken zudem die Beweglichkeit der Gelenke erheblich ein. Will man ein Pferd optimal trainieren, müssen bestehende Verspannungen zuerst gelöst werden, damit es sich in seinem Körper wohlfühlen kann und den „Kopf freihat“.

Wichtig: Bei akuten Erkrankungen ersetzt keines der Angebote eine Behandlung des Tierarztes, sondern ergänzt und unterstützt diese!

 

Symptome

  • Steifheit/Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
  • Probleme bei Stellung und Biegung
  • Probleme bei der Losgelassenheit
  • Schiefe Haltung von Kopf oder Schweif
  • Anzeichen von Schmerzen
  • Häufiges Stolpern
  • Verhaltensveränderungen und ungewöhnliche Abwehrreaktionen (z.B. Steigen, Buckeln, Beißen, Ausschlagen)

Man muss aber nicht darauf warten, bis das Pferd solche Schmerzen hat, dass es die Zusammenarbeit verweigert oder gar ein Tierarzt nötigt, ist. Darum rate ich eindrücklich zur Prävention.

Prävention

  • um Verletzungen im Training vorzubeugen
  • um die Leistung zu steigern und zu optimieren
  • zur Steigerung des physischen und psychischen Wohlbefindens
  • und zum Steigern der Lebensqualität von älteren Pferden.

 

Muskel Relaxation, Motion & Psychosomatik

Durch Stimulation des vegetativen Nervensystems und Aktivierung des Parasympathikus werden der Puls verlangsamt, der Blutdruck gesenkt, der Darmtrakt stimuliert, die Atmung vertieft. Das Pferd entspannt sich mental und körperlich. Nur so können muskuläre Verspannungen weitestgehend schmerzfrei bearbeitet und gelöst werden. Wichtig ist die Mitarbeit des Pferdes: nicht ich löse eine Verspannung, sondern ich lenke die Aufmerksamkeit des Pferdes zum Problembereich, den mir das Pferd durch unwillkürliche & subtile Bewegungen anzeigt, und das Pferd „lässt“ los.

Diese individuelle Therapie berücksichtigt auch eine mögliche Bewegungsamnesie des Pferdes. Das heißt, wenn das Pferd durch Verletzungen und Schmerzen über längeren Zeitraum den ursprünglichen Range of Motion wieder erlernen muss.

Durch Einbeziehen von Muskel, Skelett, Gehirn und Geist wird sich die Gesundheit des Pferdes dauerhaft verbessern, sowie die sportliche Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit radikal steigern. Auch psychisch entspannen sich die Pferde und haben wieder Freude an der Bewegung und Zusammenarbeit mit dem Besitzer/Reiter.

 

Sattel und Zähne

Probleme mit den Zähnen können zu Verspannungen der Muskulatur führen. Sei es, weil die Pferde „die Zähne zusammenbeißen“ oder weil die laterale Bewegungsfreiheit der Kiefer gestört ist. Ich werde daher einen kurzen Blick auf die Zähne werfen. Falls eine Zahnbehandlung nötig ist, muss ein Fachmann sich darum kümmern.

Leider werden muskuläre Problem viel zu häufig durch schlecht sitzende Sättel verursacht. Muskelprobleme können etwa im Bereich der Schulter und der Vorderhand daraus resultieren, weil ein schlecht sitzender Sattel die Schulterfreiheit zu sehr einschränkt. Mögliche Konsequenzen sind Stolpern, Taktunreinheiten, und Widersetzenden. Eine integrierte Körperarbeit kann dann natürliche nicht erfolgreich sein. Fragen Sie mich, wenn Sie eine Empfehlung für eine fachkundige Sattlerin brauchen oder Hufpflegerin.

Cranio-Sakrale Therapie

Cranio-Sakrale Therapie

Cranio Sacrale System im Flow

Was ist das „Cranio-sacrale System“?

Der Name „Cranio-Sacral“ ist abgeleitet vom Schädelknochen, lat. Cranium, und dem Kreuzbein, lat. Sacrum. Das cranio-sacrale System schließt auch die dazwischenliegende Wirbelsäule mit ein wie das darin liegende zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark).

Die Cranio-sacrale Therapie wurde vor gut 100 Jahren entwickelt und basiert auf dem individuellen craniosacralen Rhythmus, der als sanftes Pulsieren des Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, dem Liquor, fast überall spürbar ist. Der Liquor ernährt, bewegt und schützt unser zentrales Nervensystem, vom Schädel über den Rücken bis hin zum Kreuzbein. Und diese rhythmische pulsierende Bewegung der Gehirnflüssigkeit (Liquor) bewegt sowohl die Schädelknochen wie das Kreuzbein, wenn auch nur minimal, dennoch spürbar.

Ziel und Vorgehensweise der Cranio-sacralen Therapie (CST)

Ziel dieser ganzheitlichen Behandlungsweise ist es mit einfachen, sanften Berührungen und Grifftechniken Blockaden zu lösen, u.a. die Schädelknochen wieder freier, flexibler und mobiler zu machen, die Zirbeldrüse anzuregen und den Atlas (= 1 Wirbel nach dem Schädel) zu korrigieren. Gerade Pferde reagieren sehr fein und schnell auf diese sanfte Mobilisierung-Technik mit einem wohltuenden Entspannungszustand, angezeigt durch Gähnen, Lecken u.s.w. Ergänzt werden kann diese Behandlungsmethode mit Faszien-lösenden Techniken, Stresspunktmassage und dem Anregen des limbischen Systems.

Ursache für Blockaden

Als gute Reiter lernen wir ein Pferd zuerst im Genick zu stellen, damit man es in Biegung reiten kann. Aber je weiter ein Pferd das Genick beugt, umso größer wird die Spannung, die aufs Nackenband kommt und damit auf die ganze, kompakte Struktur des Pferderückens. Je höher das Pferd den Kopf trägt, je stärker es beigezäumt ist, je schlechter die Zäumung und die Handführung, umso größer die Überdehnung der ersten Halswirbel und die Verspannungen im Kopf-Genick-Becken Bereich. Weitere Ursachen können Wirbelfehlstellungen, Schiefe, Fehlbelastungen, verspannte Organe, manuelle Traumata wie Sturz oder Unfall und andauernder Stress sein.

Welchen Ansatz verfolge ich als Therapeutin?

Die Ausrichtung von Cranio Sacral Therapeuten ist inzwischen sehr weitgespannt. Ich praktiziere die CST als ganzheitliche manuell-energetische Behandlung im Zusammenspiel mit sanfter Performance Massage, die lokale Probleme aufspürt und behebt, sowie die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert.

Meine Zertifizierung als Cranio Sacral Therapeutin durfte ich bei „EKVEDO – Von gesunden Pferden lernen“ (https://www.ekvedo.com/cranio-sacral-therapeut.html) machen.

10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde, die ein Pferdebesitzer wissen sollte (Verdauungstrakt Teil 1)

10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde, die ein Pferdebesitzer wissen sollte (Verdauungstrakt Teil 1)

Verdauung
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10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde (Verdauung Teil 1)

Hand aufs Herz, was weißt Du über das Verdauungssystem Deines Pferdes? Z. B. wie viele Liter Speichel Dein Pferd pro Tag produziert? Warum Pferde sich (fast) nicht erbrechen können? Nicht sicher? Macht nichts. Im Folgenden schauen wir uns genau an, wie das Verdauungssystem gesunder Pferde aufgebaut ist und funktioniert.

Das Verdauungssystem von Pferden ist eine komplizierte Fabrik, die darauf ausgelegt ist, bis zu 18 Stunden am Tag immer nur kleine Mengen an Nahrung zu verarbeiten und dabei die Nahrung in Energie umzuwandeln. Kurz umrissen:

Anatomisch ist das Verdauungssystem eine lange Röhre, die an den Lippen beginnt und am Anus endet. Ihre Aufgabe ist es, aus der Nahrung Energie und Stoffe zu gewinnen, damit der Pferdekörper funktioniert. Der Verdauungstrakt besitzt eine Gesamtlänge von etwa 33 m und ist damit ca. 14 Mal so lang wie das Pferd selbst. Um in den Pferdekörper (ca. 2,4 m) zu passen, wird er in Schlaufen gelegt und nur locker an Ort und Stelle gehalten. Schlaufen bedeuten mehrfache Richtungswechsel und variierende Durchmesser, was teilweise die Anfälligkeit der Pferdeverdauung für Verstopfungen und Koliken erklärt.

Physikalisch-chemisch beginnt die Verdauung im Maul des Pferdes beim Weiden. Dort nimmt es Gräser und Kräuter auf, zermahlt diese mit den Zähnen und speichelt sie sehr gut ein. Der Nahrungsbrei gelangt durch die Speiseröhre in den Magen, wird in spezialisierten Bereichen durch Verdauungssäfte unter Luftabschluss im Darm allmählich fermentiert und in die fünf Grundnährstoffe – Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Wasser sowie Vitamine und Mineralien – zerlegt. Durch die Darmwand werden die entstehenden Nährstoffe in den Blutkreislauf aufgenommen (= absorbiert), bevor verbleibende Abfallstoffe am anderen Ende als Pferdeäpfel wieder ausgeschieden werden und auf dem Misthaufen landen.

 

Übersicht Verdauung

  1. Der ganze Verdauungsprozess – von Futteraufnahme bis zum Äpfeln – dauert rund 3,5 Tage.
  2. Pferde produzieren nur dann Speichel, wenn sie auch tatsächlich kauen. Bei ausreichend Futter können das bis zu 40–50 Liter Speichel pro Tag sein.
  3. Der Magen produziert kontinuierlich Magensäure, unabhängig davon, wie oft oder wie viel Futter ein Pferd frisst. Darum ist eine wichtige Funktion des Speichels, die Magensäuren zu neutralisieren und damit das Risiko von Magengeschwüren zu minimieren.
  4. Pferde können sich (fast) nicht erbrechen: um das untere Ende der Speiseröhre zieht sich ein Muskelband, das als Einwegventil fungiert. Die Nahrung gelangt ungehindert in den Magen. Die Klappe des Muskelbandes drückt die Öffnung jedoch nach unten und schneidet den Durchgang nach oben ab, sobald sich der Magen ausdehnt. Außerdem trifft die Speiseröhre in einem Winkel auf den Magen, der die Absperrfunktion verstärkt.
  5. Der Magen des Pferdes ist für die Größe des Tieres und des Verdauungssystems klein und fasst durchschnittlich nur etwa 12 bis 14 Liter. Je nach Futterzusammensetzung bleibt das Futter eine bis fünf Stunde/n im Pferdemagen.
  6. Der Großteil der Verdauung findet im Dünndarm des Pferdes statt. Dasselbe gilt für die Aufnahme von Zucker, Stärke, Proteinen und Fetten.
  7. Pferde haben keine Gallenblase. Sie bilden die zur Verdauung benötigten Gallensäfte in der Leber.
  8. Ein Pferd trinkt im Durchschnitt 30 bis 50 Liter am Tag, wobei ein Pferd auf einer saftigen Weide bis zu 60 Prozent der Flüssigkeitsmenge aus dem Gras entnehmen kann. Die Trinkmenge ist u. a. abhängig vom Futter, den Außentemperaturen, der Arbeitsleistung und natürlich der Körpergröße: Ein Shetty schafft nicht so viel wie ein Shirehorse.
  9. Der Blinddarm der Pferde ist ca. 1 Meter lang und besitzt circa 30 Liter Fassungsvermögen. Darin wird durch Bakterien und Mikroben die zellulosehaltige Pflanzennahrung aufgebrochen, die sonst nicht verdaut werden könnte. Diesen Prozess nennt man Fermentation.
  10. Die konkrete Zusammensetzung der Darmflora des Pferdes variiert je nach der Futterzusammensetzung und ist damit spezifisch ausgelegt für die Fermentierung der Nahrung, die das Pferd normalerweise frisst. Wird plötzlich neues Futter bereitgestellt, können die aktuellen Bakterien- und Mikrobenpopulationen dieses nicht mehr effektiv fermentieren und es kann zu Koliken kommen. Darum sollten Futteränderungen langsam eingeführt werden.

Wer mehr wissen will, kann in Teil 2 „Vom Maul zum Pförtner“ und Teil 3 „Vom Pförtner zum Anus“ den kompletten Weg der Nahrung vom Grasen auf der Weide bis zum Ausscheiden wohlgeformter Pferdeäpfel verfolgen.

 

Übersicht: Der Magen-Darm-Trakt in Zahlen (Durchschnittswerte)

Effektive Mikroorganismen® (EM)

Effektive Mikroorganismen® (EM)

EM Darmsanierung

Was sind Effektive Mikroorganismen® (EM)?

EM sind flüssige Mischungen bestehend aus unterschiedlichen aeroben und anaeroben Bakterienstämmen sowie fermentativen Pilzen, die  – anders als Vitalpilze –  selbst keine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe haben, sondern organisches Material zersetzen. Dabei entstehen Alkohol, Ester und antimikrobische Stoffe, welche schlechte Gerüche unterdrücken und das Auftreten von schädlichen Insekten und Ungeziefer verhindern.

Mikroben findet man überall, in der freien Natur sowie auf der Haut und im Darm; einige der enthaltenen Mikroben nutzt auch die Lebensmittelindustrie. Das Besondere an EM-Mischung ist die Symbiose der darin enthaltenen Mikroorganismen. Grob lassen sich Mikroben in 3 funktionale Gruppen unterteilen:

  1. neutrale, opportunistische M: schließen sich der Mehrheit der sie umgebenden Mikroben an, werden daher auch Mitläufer genannt. Entsprechend ihrer Umgebung wirken sie sich positiv oder negativ aus.
  2. krankheits- und fäulniserregende /pathogene/degenerative/negative M.: sie lösen Krankheiten aus, verursachen Schwäche, werden begleitet von Fäulnis und unangenehmen Gerüchen.
  3. aufbauende /regenerative / positive M (hierzu gehören EM-Mikroben): sie wirken sich positiv, stärkend und gesundheitsfördernd auf ihre Umgebung aus, produzieren nebenbei Enzyme und Vitamine, und unterstützen Wachstum, Regeneration, Wohlbefinden, Vitalität und Aufbau.

 

Wirkungsweise

Durch Zufuhr von EM wird im mikrobiellen Milieu (=Umfeld) das Verhältnis von positiven und pathogenen Keimen zugunsten regenerativer Mikroben verschoben, und pathogene Keime werden verdrängt. Damit wird insgesamt ein günstiges Milieu erzeugt, um Nährstoffe aus organischem Material nutzbar zu machen. Nebenbei werden auch Enzyme, Vitamine & Antioxidantien freigesetzt.

Einige Anwendungsbereiche:

  • Gesundheit von Mensch und Tier: EM wirken positiv auf die Magen- und Darmflora (Neubesiedelung und Aufbau), bringen natürliche Stoffwechselvorgänge ins Gleichgewicht, und boosten v.a. das Immunsystem. Denn 60-80% des Immunsystems liegen im Darm!
  • Haushalt: die in Reinigungsmitteln enthalten EM-Mischen verdrängen krankheitserregende Keime, wirken damit gesundheitsfördernd auf Luft, Körper und Seele.
  • Tierhaltung (Stall-und Käfigreinigung): wie im Haushalt verbessern EM-Mischungen das Stallklima, verringern Geruch und reduzieren Insekten im Stall.
  • Garten und Landwirtschaft: Verbesserung den Bodens und Stärken damit das Pflanzenwachstum und die Pflanzenrobustheit, unterstützen Kompostierung, Regeneration von Gewässern, usw.

 

Mein Angebot

Gerne berate ich Sie rund um die original EM Effektive Mikroorganismen sowie die Anwendung von EM-Produkten in der Tiergesundheit, Stallhygiene, in Garten und Landwirtschaft. Ziel ist es, Ihnen die möglichst viel und gut verständliche Informationen an die Hand zu geben, damit möglichst selbstständig für Sie optimale Lösungen in Ihren Alltag integrieren können.

Zusammenarbeit

Als Berater brauche ich Partner, deren Produkten ich – und damit meine Kunden – vertrauen können. Produkte, die ich erfolgreich im Einsatz habe stammen von EMIKO und von EM-Chiemgau

Effektive Mikroorganismen® sind registrierte Warenmarken der Em Research Organization, Inc. (EMRO) von Prof. Higa mit Sitz in Okinawa Japan. Die EMIKO ist Lizenznehmer der EMRO und produziert originale EM-Mischungen für Deutschland, Österreich und Italien.  Ich bin durch EMIKO zertifizierte EM-Beraterin.

Die Gründer des EM-Bio_Familienbetrieb Fischer’s „EM-Chiemgau”  haben das Ziel, durch „giftfreies Gärtnern und chemielose Reinigung“ einen „Beitrag dafür leisten, dass die Zukunft Enkeltauglich bleibt“. Zertifikate: QS, ECOCERT, BIO

Wichtige Begriffe kurz erklärt:

  • Mikroben (= Mikroorganismen): winzige Lebewesen, die nicht bloßem Auge zu sehen sind. Die meisten Mikroben bestehen nur aus einer einzigen Zelle, nur wenige sind mehrzellig (z.B. Algen, Pilze)
  • aerob: Sauerstoff benötigend
  • anaerob: ohne Sauerstoff
  • Fermentierung: mikrobielle oder enzymatische Zerkleinerung organischer Stoffe in kleiner Moleküle (Säuren, Gase, oder Alkohol).
  • Opportunistisch: eine günstige Gelegenheit nutzend
  • Symbiose: verschiedene Arten von Organismen leben zu gegenseitigem Nutzen zusammen.

Historie

Die funktionale Einteilung im Boden-lebender Organismen in positive (aufbauende/regenerative), negative (abbauende/degenerative) und opportunistische Mikroben stammt von Professor Teruo Higa (https://de.wikipedia.org/wiki/Teruo_Higa), einem japanischen Professor für Gartenbau. Prof Higa verbreitetet seit der Mitte der 1980ger Jahre Wissen über EM. Seine Erkenntnisse belegen, dass durch Zugabe von EM-Mischungen mit regenerativen Mikroben das Boden-Milieu verbessert wird, wodurch Nährstoffe im Boden für Pflanzen nutzbar gemacht wird. Pflanzen können also leichter und mehr Nährstoffe (und anderes) aufnehmen, was ein starkes Wachstum gesunder und robuster Pflanzen ermöglicht

Die von Prof. entwickelte „Ur-EM-Mischung“ enthielt
  • Milchsäurebakterien (z.B. das das Käsebakterium Lactobacillus casei)
  • Purpurbakterien (z.B. das Sumpfpurpurbakterium Rhodopseudomona palustris) und
  • Hefepilze (z.B. die Bierhefe Saccharomyces cerevisiae)
Heutige EM-Kulturen sind komplexer und enthalten zusätzlich
  • Strahlenbakterien (z.B. Streptomyces albus) und
  • Schimmelpilze (z.B. Aspergillus oryzae)