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10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde, die ein Pferdebesitzer wissen sollte (Verdauungstrakt Teil 1)

10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde, die ein Pferdebesitzer wissen sollte (Verdauungstrakt Teil 1)

Verdauung
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10 Fakten zur Verdauung gesunder Pferde (Verdauung Teil 1)

Hand aufs Herz, was weißt Du über das Verdauungssystem Deines Pferdes? Z. B. wie viele Liter Speichel Dein Pferd pro Tag produziert? Warum Pferde sich (fast) nicht erbrechen können? Nicht sicher? Macht nichts. Im Folgenden schauen wir uns genau an, wie das Verdauungssystem gesunder Pferde aufgebaut ist und funktioniert.

Das Verdauungssystem von Pferden ist eine komplizierte Fabrik, die darauf ausgelegt ist, bis zu 18 Stunden am Tag immer nur kleine Mengen an Nahrung zu verarbeiten und dabei die Nahrung in Energie umzuwandeln. Kurz umrissen:

Anatomisch ist das Verdauungssystem eine lange Röhre, die an den Lippen beginnt und am Anus endet. Ihre Aufgabe ist es, aus der Nahrung Energie und Stoffe zu gewinnen, damit der Pferdekörper funktioniert. Der Verdauungstrakt besitzt eine Gesamtlänge von etwa 33 m und ist damit ca. 14 Mal so lang wie das Pferd selbst. Um in den Pferdekörper (ca. 2,4 m) zu passen, wird er in Schlaufen gelegt und nur locker an Ort und Stelle gehalten. Schlaufen bedeuten mehrfache Richtungswechsel und variierende Durchmesser, was teilweise die Anfälligkeit der Pferdeverdauung für Verstopfungen und Koliken erklärt.

Physikalisch-chemisch beginnt die Verdauung im Maul des Pferdes beim Weiden. Dort nimmt es Gräser und Kräuter auf, zermahlt diese mit den Zähnen und speichelt sie sehr gut ein. Der Nahrungsbrei gelangt durch die Speiseröhre in den Magen, wird in spezialisierten Bereichen durch Verdauungssäfte unter Luftabschluss im Darm allmählich fermentiert und in die fünf Grundnährstoffe – Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Wasser sowie Vitamine und Mineralien – zerlegt. Durch die Darmwand werden die entstehenden Nährstoffe in den Blutkreislauf aufgenommen (= absorbiert), bevor verbleibende Abfallstoffe am anderen Ende als Pferdeäpfel wieder ausgeschieden werden und auf dem Misthaufen landen.

 

Übersicht Verdauung

  1. Der ganze Verdauungsprozess – von Futteraufnahme bis zum Äpfeln – dauert rund 3,5 Tage.
  2. Pferde produzieren nur dann Speichel, wenn sie auch tatsächlich kauen. Bei ausreichend Futter können das bis zu 40–50 Liter Speichel pro Tag sein.
  3. Der Magen produziert kontinuierlich Magensäure, unabhängig davon, wie oft oder wie viel Futter ein Pferd frisst. Darum ist eine wichtige Funktion des Speichels, die Magensäuren zu neutralisieren und damit das Risiko von Magengeschwüren zu minimieren.
  4. Pferde können sich (fast) nicht erbrechen: um das untere Ende der Speiseröhre zieht sich ein Muskelband, das als Einwegventil fungiert. Die Nahrung gelangt ungehindert in den Magen. Die Klappe des Muskelbandes drückt die Öffnung jedoch nach unten und schneidet den Durchgang nach oben ab, sobald sich der Magen ausdehnt. Außerdem trifft die Speiseröhre in einem Winkel auf den Magen, der die Absperrfunktion verstärkt.
  5. Der Magen des Pferdes ist für die Größe des Tieres und des Verdauungssystems klein und fasst durchschnittlich nur etwa 12 bis 14 Liter. Je nach Futterzusammensetzung bleibt das Futter eine bis fünf Stunde/n im Pferdemagen.
  6. Der Großteil der Verdauung findet im Dünndarm des Pferdes statt. Dasselbe gilt für die Aufnahme von Zucker, Stärke, Proteinen und Fetten.
  7. Pferde haben keine Gallenblase. Sie bilden die zur Verdauung benötigten Gallensäfte in der Leber.
  8. Ein Pferd trinkt im Durchschnitt 30 bis 50 Liter am Tag, wobei ein Pferd auf einer saftigen Weide bis zu 60 Prozent der Flüssigkeitsmenge aus dem Gras entnehmen kann. Die Trinkmenge ist u. a. abhängig vom Futter, den Außentemperaturen, der Arbeitsleistung und natürlich der Körpergröße: Ein Shetty schafft nicht so viel wie ein Shirehorse.
  9. Der Blinddarm der Pferde ist ca. 1 Meter lang und besitzt circa 30 Liter Fassungsvermögen. Darin wird durch Bakterien und Mikroben die zellulosehaltige Pflanzennahrung aufgebrochen, die sonst nicht verdaut werden könnte. Diesen Prozess nennt man Fermentation.
  10. Die konkrete Zusammensetzung der Darmflora des Pferdes variiert je nach der Futterzusammensetzung und ist damit spezifisch ausgelegt für die Fermentierung der Nahrung, die das Pferd normalerweise frisst. Wird plötzlich neues Futter bereitgestellt, können die aktuellen Bakterien- und Mikrobenpopulationen dieses nicht mehr effektiv fermentieren und es kann zu Koliken kommen. Darum sollten Futteränderungen langsam eingeführt werden.

Wer mehr wissen will, kann in Teil 2 „Vom Maul zum Pförtner“ und Teil 3 „Vom Pförtner zum Anus“ den kompletten Weg der Nahrung vom Grasen auf der Weide bis zum Ausscheiden wohlgeformter Pferdeäpfel verfolgen.

 

Übersicht: Der Magen-Darm-Trakt in Zahlen (Durchschnittswerte)

Effektive Mikroorganismen® (EM)

Effektive Mikroorganismen® (EM)

EM Darmsanierung

Was sind Effektive Mikroorganismen® (EM)?

EM sind flüssige Mischungen bestehend aus unterschiedlichen aeroben und anaeroben Bakterienstämmen sowie fermentativen Pilzen, die  – anders als Vitalpilze –  selbst keine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe haben, sondern organisches Material zersetzen. Dabei entstehen Alkohol, Ester und antimikrobische Stoffe, welche schlechte Gerüche unterdrücken und das Auftreten von schädlichen Insekten und Ungeziefer verhindern.

Mikroben findet man überall, in der freien Natur sowie auf der Haut und im Darm; einige der enthaltenen Mikroben nutzt auch die Lebensmittelindustrie. Das Besondere an EM-Mischung ist die Symbiose der darin enthaltenen Mikroorganismen. Grob lassen sich Mikroben in 3 funktionale Gruppen unterteilen:

  1. neutrale, opportunistische M: schließen sich der Mehrheit der sie umgebenden Mikroben an, werden daher auch Mitläufer genannt. Entsprechend ihrer Umgebung wirken sie sich positiv oder negativ aus.
  2. krankheits- und fäulniserregende /pathogene/degenerative/negative M.: sie lösen Krankheiten aus, verursachen Schwäche, werden begleitet von Fäulnis und unangenehmen Gerüchen.
  3. aufbauende /regenerative / positive M (hierzu gehören EM-Mikroben): sie wirken sich positiv, stärkend und gesundheitsfördernd auf ihre Umgebung aus, produzieren nebenbei Enzyme und Vitamine, und unterstützen Wachstum, Regeneration, Wohlbefinden, Vitalität und Aufbau.

 

Wirkungsweise

Durch Zufuhr von EM wird im mikrobiellen Milieu (=Umfeld) das Verhältnis von positiven und pathogenen Keimen zugunsten regenerativer Mikroben verschoben, und pathogene Keime werden verdrängt. Damit wird insgesamt ein günstiges Milieu erzeugt, um Nährstoffe aus organischem Material nutzbar zu machen. Nebenbei werden auch Enzyme, Vitamine & Antioxidantien freigesetzt.

Einige Anwendungsbereiche:

  • Gesundheit von Mensch und Tier: EM wirken positiv auf die Magen- und Darmflora (Neubesiedelung und Aufbau), bringen natürliche Stoffwechselvorgänge ins Gleichgewicht, und boosten v.a. das Immunsystem. Denn 60-80% des Immunsystems liegen im Darm!
  • Haushalt: die in Reinigungsmitteln enthalten EM-Mischen verdrängen krankheitserregende Keime, wirken damit gesundheitsfördernd auf Luft, Körper und Seele.
  • Tierhaltung (Stall-und Käfigreinigung): wie im Haushalt verbessern EM-Mischungen das Stallklima, verringern Geruch und reduzieren Insekten im Stall.
  • Garten und Landwirtschaft: Verbesserung den Bodens und Stärken damit das Pflanzenwachstum und die Pflanzenrobustheit, unterstützen Kompostierung, Regeneration von Gewässern, usw.

 

Mein Angebot

Gerne berate ich Sie rund um die original EM Effektive Mikroorganismen sowie die Anwendung von EM-Produkten in der Tiergesundheit, Stallhygiene, in Garten und Landwirtschaft. Ziel ist es, Ihnen die möglichst viel und gut verständliche Informationen an die Hand zu geben, damit möglichst selbstständig für Sie optimale Lösungen in Ihren Alltag integrieren können.

Zusammenarbeit

Als Berater brauche ich Partner, deren Produkten ich – und damit meine Kunden – vertrauen können. Produkte, die ich erfolgreich im Einsatz habe stammen von EMIKO und von EM-Chiemgau

Effektive Mikroorganismen® sind registrierte Warenmarken der Em Research Organization, Inc. (EMRO) von Prof. Higa mit Sitz in Okinawa Japan. Die EMIKO ist Lizenznehmer der EMRO und produziert originale EM-Mischungen für Deutschland, Österreich und Italien.  Ich bin durch EMIKO zertifizierte EM-Beraterin.

Die Gründer des EM-Bio_Familienbetrieb Fischer’s „EM-Chiemgau”  haben das Ziel, durch „giftfreies Gärtnern und chemielose Reinigung“ einen „Beitrag dafür leisten, dass die Zukunft Enkeltauglich bleibt“. Zertifikate: QS, ECOCERT, BIO

Wichtige Begriffe kurz erklärt:

  • Mikroben (= Mikroorganismen): winzige Lebewesen, die nicht bloßem Auge zu sehen sind. Die meisten Mikroben bestehen nur aus einer einzigen Zelle, nur wenige sind mehrzellig (z.B. Algen, Pilze)
  • aerob: Sauerstoff benötigend
  • anaerob: ohne Sauerstoff
  • Fermentierung: mikrobielle oder enzymatische Zerkleinerung organischer Stoffe in kleiner Moleküle (Säuren, Gase, oder Alkohol).
  • Opportunistisch: eine günstige Gelegenheit nutzend
  • Symbiose: verschiedene Arten von Organismen leben zu gegenseitigem Nutzen zusammen.

Historie

Die funktionale Einteilung im Boden-lebender Organismen in positive (aufbauende/regenerative), negative (abbauende/degenerative) und opportunistische Mikroben stammt von Professor Teruo Higa (https://de.wikipedia.org/wiki/Teruo_Higa), einem japanischen Professor für Gartenbau. Prof Higa verbreitetet seit der Mitte der 1980ger Jahre Wissen über EM. Seine Erkenntnisse belegen, dass durch Zugabe von EM-Mischungen mit regenerativen Mikroben das Boden-Milieu verbessert wird, wodurch Nährstoffe im Boden für Pflanzen nutzbar gemacht wird. Pflanzen können also leichter und mehr Nährstoffe (und anderes) aufnehmen, was ein starkes Wachstum gesunder und robuster Pflanzen ermöglicht

Die von Prof. entwickelte „Ur-EM-Mischung“ enthielt
  • Milchsäurebakterien (z.B. das das Käsebakterium Lactobacillus casei)
  • Purpurbakterien (z.B. das Sumpfpurpurbakterium Rhodopseudomona palustris) und
  • Hefepilze (z.B. die Bierhefe Saccharomyces cerevisiae)
Heutige EM-Kulturen sind komplexer und enthalten zusätzlich
  • Strahlenbakterien (z.B. Streptomyces albus) und
  • Schimmelpilze (z.B. Aspergillus oryzae)